Unter dieser Rubrik wollen wir über die Pflege der Tiere sprechen. Füttern allein reicht nun mal nicht aus, wenn man sich wirklich gut um ein Tier kümmern will. Schließlich hat man mit dem Kauf der Tiere eine Verantwortung übernommen, der man gerecht werden sollte.
täglich:
- Futtergabe in Form von Körnerfutter und eventuellem Frischfutter. Kontrollieren Sie ob altes Frischfutter noch herumliegt und entfernen Sie es, wenn nötig. Ob Sie das morgens oder abends erledigen ist egal, aber versuchen Sie bestimmte Futterzeiten einzuhalten - die Tiere gewöhnen sich an diesen Rhytmus.
- Kontrollieren Sie die Wassertränke - ist genug Wasser drinnen, läuft sie vielleicht aus, kommt überhaupt Wasser?! Vergessen Sie nicht die Reinigung der Wassertränke (je nach Bedarf alle 2-3 Tage)
- Schauen Sie Ihre Tiere an: Wirken sie munter und aufgeweckt, wie sieht das Fell aus, sind die Augen in Ordnung? Kommen alle Tiere, wenn Sie sie rufen oder reagieren sie zumindest? (Es könnte ein verletztes irgendwo im Streu liegen und Ihre Hilfe brauchen)
- Geben Sie wenn nötig Raufutter in Form von Heu und Streu
- Haben die Tiere noch genug Knabbermöglichkeiten, wie z.B. Klorollen?
- Reinigen Sie das Sandbad, wenn Sie es dauerhaft zur Verfügung stellen. Wenn nötig tauschen Sie den Sand komplett aus.
wöchentlich oder öfters, je nach Bedarf und Situation:
- Kontrollieren Sie Ihre Tiere, schauen Sie auf Verletzungen z.B. bei den Krallen. Ist der Kot in Ordnung (auch tägliche Kontrolle)?
- Gönnen Sie Ihren Rennern tierisches Eiweiß, in Form von Mehlwürmern oder Heimchen(1-2 Stück pro Tier und Woche)
monatlich:
- Je nach Reinigungszyklus erneuern Sie die Einstreu. Wir reinigen z.B. alle 4-6 Wochen (richtet sich nach Terragröße) die Einstreu. Öfters ist nicht notwendig, da die Tiere wenig Urin ausscheiden bzw. meist das Sandbad als Toilette benutzen. Dabei nehmen wir alles komplett raus, reinigen mit heißem Wasser, befüllen mit neuem Material und geben zusätzlich vom "alten gebrauchten" wieder etwas dazu. So fühlen sich die Rennmäuse gleich wieder heimisch, wenn nicht alles sooo neu riecht. Wurzeln und Steine werden nur vom Staub befreit. Holzhütten werden je nach Bedarf gereinigt oder ausgetauscht.
Teilweise gestalten wir unseren Tieren die Gehege neu, damit ihnen nicht langweilig wird. Allerdings immer mit ihren eigenen Sachen. Das heißt, tauschen Sie niemals Einrichtungsmaterial zwischen zwei Gruppen aus. Der Geruch der fremden Gruppe kann zu Streit führen. Haben Sie etwas neues gekauft, tun Sie das einzeln im Abstand von ein paar Tagen ins Gehege. Die Tiere sollen nicht gleich überfordert damit sein.
Beschäftigen Sie sich mit Ihren Tieren soviel es nur geht. Nur so können sie kleine Veränderungen oder Störungen im Terrain bemerken und rasch handeln. Dies gilt besonders bei Krankheiten, wo man nicht schnell genug sein kann. Überfordern Sie Ihre Tiere nicht, es sind keine Streicheltiere. Gewöhnen Sie langsam die Tiere an den Menschen bzw. an den Umgang. Halten Sie öfters mal die Hand mit einem leckeren Sonnenblumenkern rein, die Tiere werden schnell vertrauen zu Ihnen fassen und sich den Kern direkt von Ihrer Hand holen.
Wenn Sie den Tieren Auslauf gewähren, dann sichern Sie den Platz gut ab, damit die Kleinen nicht irgendwo nagen können (z.B. Stromkabel!). Falls Sie keinen geeigneten Raum haben, dann nehmen Sie doch das Badezimmer. Meistens ist das ziemlich nagesicher und leicht zu pflegen, wenn die Rennmäuse mal ihren Kot hinterlassen oder etwas markieren. Transportieren Sie Ihre Tiere in einer Schüssel oder in der Transportbox in das nagergeeignete Zimmer, aber achten Sie darauf, dass Ihnen die Tiere nicht runterspringen können. Beschäftigen Sie sich beim Auslauf mit den Tieren, bauen Sie ihnen Hindernisse oder Buddelkisten auf, damit ihnen nicht langweilig wird. Sie können sich auch auf den Boden zu den Tieren setzen, schon bald werden die Renner auf Ihnen herumkrabbeln. Renner sind sehr neugierig ;-)
Zum Thema Krankheiten wollen und können wir nicht viel sagen. Erstens sind wir keine Tierärzte und zweitens haben wir keine Erfahrung damit (Gott sei Dank!). Sobald Sie merken, dass eines Ihrer Tiere krank ist - gehen Sie zum Tierarzt!!!!
Mögliche Krankheiten:
- Atemwegserkrankunen >> Infrarotlampe und Tierarzt
- Durchfall >> Tierarzt
- Parasitenbefall >> Tierarzt
- Hautinfektionen >> Tierarzt
- Schlaganfall >> Tier warm halten und ab zum Tierarzt
- Tumore >> Tierarzt
- Tyzzer-Seuche >> Tierarzt
- Würmer >> Tierarzt
Gehen Sie lieber einmal zuviel als einmal zuwenig zum Tierarzt!! Mongolische Rennmäuse haben einen raschen Stoffwechsel und der Zustand kann sich schlagartig verschlechtern. Auch wenn mal die Behandlungskosten die Anschaffungskosten von dem Tier übersteigen - lassen Sie das Tier behandeln!! Es ist ein Lebewesen und kein Gegenstand, den man einfach nach Gebrauch wegwerfen kann. Bedenken Sie dies VOR der Anschaffung von Tieren und jammern Sie nicht nachher.